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Ein Glas mit selbst angesetztem Roggensauerteig, der aktiv blubbert - ideal zum Sauerteig ansetzen.

Hausgemachter Roggensauerteig

Ein klassisches Anstellgut aus Roggenmehl und Wasser – die unverzichtbare Basis für echtes Natursauerteigbrot.
Prep Time 10 days
Total Time 10 days
Course Grundrezept
Cuisine Deutsch
Servings 1

Equipment

  • 2 Hohe Einmachgläser 500ml
  • Küchenwaage
  • Sauberer Löffel
  • Loses Abdecktuch oder Deckel

Ingredients
  

  • 1 kg Roggenmehl Type 1150 oder Vollkorn
  • Wasser lauwarm

Instructions
 

Tag 1 & 2: Der Ansatz

  • Mischen: Gib 100 g Mehl und 150 ml (1,5 dl) lauwarmes Wasser in das erste Glas. Gründlich verrühren, bis keine Mehlnester mehr zu sehen sind.
  • Ruhen lassen: Den Deckel nur lose auflegen (die Gärgase müssen entweichen können).
  • Standort: Das Glas für 48 Stunden an einem warmen, zugluftfreien Ort bei Zimmertemperatur (ideal sind 21–24 °C) stehen lassen.

Tag 3: Die erste Fütterung

  • Nach 48 Stunden sollten sich erste kleine Bläschen zeigen und der Teig leicht säuerlich-fruchtig riechen.
  • Frische Mischung vorbereiten: In das zweite, saubere Glas gibst du 100 ml (1 dl) handwarmes Wasser und 100 g Mehl. Gut verrühren.
  • Kultur übertragen: Gib genau 50 g vom bisherigen Ansatz dazu und rühre alles sorgfältig unter.
  • Rest: Den restlichen alten Ansatz kannst du entsorgen oder als Aromageber für einen normalen Hefeteig nutzen.
  • Ruhen lassen: Deckel wieder nur lose auflegen und das Glas für 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Tag 4 bis 9: Tägliches Füttern

  • Wiederhole den Vorgang von Tag 3 nun jeden Tag zur gleichen Zeit:
  • Neues Glas vorbereiten: 100 ml lauwarmes Wasser + 100 g Mehl verrühren.
  • Ansatz zufügen: 50 g der Kultur vom Vortag einrühren.
  • Rest verwerten oder verwerfen.
  • Ruhen lassen: 24 Stunden mit lose aufgelegtem Deckel gären lassen.
  • Tipp: Ab Tag 5–6 wirst du merken, dass der Teig deutlich an Volumen zulegt, angenehm säuerlich duftet und eine schaumige, porige Struktur bekommt.

Tag 10: Geschafft – Dein erster Backtag!

  • Deine Kultur ist jetzt aktiv und triebstark. Du kannst direkt dein erstes Sauerteigbrot backen!

Phase 2: Dauerhafte Pflege & Aufbewahrung (Anstellgut)

  • Wenn du nicht täglich backst, wandert die Kultur als sogenanntes „Anstellgut“ in den Kühlschrank.

In den Kühlschrank umziehen:

  • Nimm ein kleines, sauberes Schraubglas.
  • Verrühre darin 2 EL lauwarmes Wasser mit 2 EL Mehl.
  • Rühre 1 TL deines fertigen Sauerteigansatzes unter.
  • Deckel locker aufschrauben und das Glas in den Kühlschrank stellen.

Wöchentliche Auffrischung (Fütterung):

  • Auch im Kühlschrank braucht die Kultur etwa einmal pro Woche neue Nahrung:
  • Nimm das Glas kurz heraus, rühre 1 EL Wasser und 1 EL Mehl unter und stelle es wieder kalt. So bleibt dein Sauerteig über Jahre hinweg lebendig.

Phase 3: Den Sauerteig zum Backen aktivieren

  • Damit dein Brot schön aufgeht, weckst du den Sauerteig am Vortag auf:
  • Am Vorabend: Hol das Glas aus dem Kühlschrank. Füttere es mit 1–2 EL Mehl und etwas lauwarmem Wasser (oder bereite die im Rezept geforderte Vorteigmenge zu).
  • Über Nacht stehen lassen: Über Nacht bei Zimmertemperatur gären lassen, bis sich das Volumen fast verdoppelt hat und viele Bläschen sichtbar sind.

Am Backtag:

  • Entnimm die im Rezept angegebene Menge (z. B. 50 g oder 100 g) für deinen Brotteig.
  • Wichtig: Behalte immer einen kleinen Rest (ca. 1–2 TL) im Glas zurück, füttere ihn wieder kurz an und stelle ihn als Starter für das nächste Mal zurück in den Kühlschrank.

Notes

Verwende zum Umrühren am besten einen Löffel aus Holz oder Plastik. Metall kann (bei älteren Legierungen) die Säurebakterien irritieren. Wenn dein Sauerteig fertig ist, nimm ca. 50g als 'Anstellgut' ab und stelle es für das nächste Mal in den Kühlschrank.
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